Mittwoch, 10. September 2025

Coming soon...

Im November 2025 dürfen wir uns wieder auf Gäste freuen.  Eine Gruppe der

Malta Visual And Performing Arts School

wird uns besuchen und sich beim Winterkonzert unserer Musikfachbereiches einbringen. Wir freuen uns und denken dankbar an unsere musikalischen Gäste aus Griechenland und Irland zurück, die am Frühlingskonzert beteiligt waren. 
 

Eindrücke von der Brasilienreise 7

 

Zum Abschluss ging es für drei Tage in die Provinz - nach Prados. Auf der Landkarte sieht es wirklich nah aus - aber in den Bundesstaat Minas Gerais haben wir dann doch 7 Stunden Busfahrt durchstehen müssen. Aber es hat sich sehr gelohnt. Keine Großstadt mehr, sondern ein kolonial geprägtes Kleinstädtchen und statt Regenwald gab es eine Savannenlandschaft in der Hochebene. Und ja - auch in Brasilien kann es kalt werden. Morgens war es auch mal nur 9°C "warm".

 

Eindrücke von der Brasilienreise 6

Natur pur - das bietet der in der Mitte der Stadt gelegene Tijuca Nationalpark. Wir haben hier den Lebensraum der Mata Atlantica (oder was davon nach Wiederaufforstung übrig ist) erkundet.






 

 

An vielen Stellen finden sich noch die ehemaligen Herrenhäuser von Kaffeeplantagen. 

 

 

 

Vertieft haben wir unsere Eindrücke zur tropischen Vegetation im Jardim Botanico:




 

 

Eindrücke von der Brasilienreise 5

 Auch die Stadtteile ausserhalb der Zona Sul durften wir kennenlernen:


A) Maracana-Stadion: keine Frage - auf das legendäre 7:1 Deutschland gegen Brasilien wird man auch heute noch angesprochen.



B) Das Ausgehviertel Lapa ist bei den Einheimischen sehr beliebt. 






C) Ganz in der Nähe liegt der erst vor wenigen Jahren ausgegrabene ehemalige Kai des ehemals weltgrößten Sklavenhafens. Heute ist der Cais do Valongo ein (trauriges) Weltkulturerbe. Wir haben uns dort mit der Historie des Sklavenhandels befasst. 




D) In Lapa findet sich auch die Escandaria Selaron - die instagramtaugliche "bunte Treppe" Rios.







E) Nach dem Karneval ist das fröhliche Junifest die zweitwichtigste Feier in Rio de Janeiro.





 

Eindrücke von der Brasilienreise 4

 

 

 

Favelas - quasi illegale oder halblegale Siedlungen - finden sich in allen Zonen Rios. Oft liegen sie an Berghängen und manchmal auch dicht an wohlhabenden Gegenden. Vom Schulhof unserer Partnerschule sieht man nicht nur die Christusstatue, sondern auch die Favela "Dona Marta". Dort hatte 1996 Michael Jackson Teile seines Videos zu "They don't care about us" gedreht.

 

 

 

Eine der größten Favelas ist "Rocinha". Diese haben wir besichtigt - aber aus Sicherheitsgründen ohne die Schüler. Tatsächlich haben wir uns bei der Führung durch einen Bewohner aber niemals bedroht oder unsicher gefühlt. 


Eindrücke von der Brasilienreise 3

Unsere Partnerschule liegt im Stadtteil Botafogo und dort im ehemaligen Botschaftsviertel. Tatsächlich merkt man das an der Architektur deutlich und auch das Hauptgebäude der Deutschen Schule war früher eine Botschaft - die der US-Amerikaner.



Ganz allgemein haben wir uns hauptsächlich in der wohlhabenden und sicheren Zona Sul aufgehalten. Und dort haben auch die Gastfamilien der Schüler gewohnt. Zum Beispiel im wohl bekanntesten Stadtteil Rios - Copacabana:



 

Eindrücke von der Brasilienreise 2

Auch die Umgebung von Rio de Janeiro hat einiges zu bieten. Zwei Ausflüge führten uns auf die andere Seite der Bucht:

A) Urwald und Strand bei Niteroi sind beliebte Ausflugsziele  (wenn man nicht gerade wie wir im "Winter" da ist.


..und ein bisschen sportlich wurde es auch:

 B) Die andere Seite der Guanabara-Bucht bietet in der Großstadt Niteroi auch interessante kulturelle Sehenswürdigkeiten. Portugiesische Kolonialgeschichte konnten wir beispielsweise im Fortalezae Santa Cruz erfahren, das den Eingang zur Bucht bewacht und auch heute noch militärisch genutzt wird.



Moderner war da das futuristische Museum für moderne Kunst des berühmten brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer.



Eindrücke von der Brasilienreise 1

 Es ging gleich mit einem der bekannten Highlights los - dem Zuckerhut (siehe auch das Gruppenbild zum Artikel). Und da gab es dann auch schon einen ersten Blick auf den berühmten Strand der Copacabana.

Was man auch schnell lernt ist, auf seine Speisen aufzupassen. Hier hat einer der häufigen Weißbüschelaffen die beliebte Fruchtspeise aus den tropischen Acai-Beeren gekapert. Übringens - diese Affen sind in Rio zwar häufig. Aber sie stammen nicht aus der Region, sondern sind als invasive Art aus Nordbrasilien eingewandert und stellen ein Problem für die lokalen Krallenaffenarten dar.

Zu Füßen des Zuckerhutes liegt ein ruhiger Stadtteil auf der Buchtseite - Urca. Von dort hat man schöne Aussichten auf den Stadtteil Botafogo, in dem auch unsere Partnerschule liegt. Im Hintergrund links ist der Corcovado sichtbar mit seiner weltberühmten Christusstatue.

 
Die Statue ist auch aus der Nähe eindrucksvoll. Allerdings ist die Aussichtsplattform so voll, dass man nicht wirklich ein gutes Gruppenbild machen kann - schon gar nicht bei einer so großen Gruppe.
 

 
Aber die Aussichten - hier auf den Zuckerhut und den Stadteil Urca - sind großartig!


 

 



Schüleraustausch mit Rio de Janeiro – die Reise nach Brasilien

Als im September 2024 Gäste aus Rio de Janeiro die Offene Schule Babenhausen besuchten, stand der Gegenbesuch in Südamerika bereits fest auf der Agenda. Anfang Juni brachen 29 Jugendliche der neunten und zehnten Klassen der Joachim-Schumann-Schule zusammen mit ihren Lehrern Heike Vogel und Andreas Murmann auf, um die Partnerschule in der brasilianischen Metropole zu besuchen. Anlass für diesen außergewöhnlichen Austausch war eine Anfrage von Claudia Skworzow, einer ehemaligen Lehrerin der Offenen Schule, die vor einigen Jahren an die Deutsche Schule in der ehemaligen brasilianischen Hauptstadt wechselte. Für den regelmäßigen Schüleraustausch der Escola Alemã Corcovado mit Deutschland wurde ein neuer Partner gesucht und so kam Skworzows ehemalige Schule zu einem interkontinentalen Schüleraustausch.




Reisen bildet – und das stand neben der persönlichen Begegnung der Jugendlichen ganz klar im Mittelpunkt der Reise. Natürlich gehörten auch touristische Höhepunkte dazu: Schon am ersten Tag ging es nach einem Schulrundgang auf den Zuckerhut und ein paar Tage später auf den Corcovado mit seiner weltbekannten Christusstatue. Diese kann sogar vom Schulhof der Partnerschule aus gesehen werden und ist namengebend für die Schule. Die Privatschule liegt im Stadtteil Botafogo, in der wohlhabenden Südzone Rio de Janeiros, mitten im ehemaligen Botschaftsviertel. Das Hauptgebäude war sogar einst die Botschaft der Vereinigten Staaten. Ein tropischer Garten und ein repräsentatives historisches Hauptgebäude prägen die seit sechzig Jahren bestehende Schule, die über einen deutschsprachigen Zweig mit dem Abitur als Abschluss sowie einen portugiesischsprachigen Zweig mit Deutsch als Fremdsprache verfügt. Knapp 1 300 Schüler vom Kindergarten bis zum Abiturienten gehören der Schulgemeinde an, von denen jeweils die kompletten achten und zehnten Jahrgänge jedes Jahr für drei Wochen nach Deutschland reisen.

Bereits am ersten Tag ging es mit der Seilbahn auf den Zuckerhut, wo sich ein atemberaubender Blick über Bucht und Stadt bot. Mit diesem ersten Höhepunkt der Reise war die Erkenntnis verbunden, dass man seine Snacks gegebenenfalls auch gegen Affen oder Nasenbären verteidigen muss. „Ich kann kaum glauben, dass ich gerade hier bin“, war dabei öfter von den deutschen Jugendlichen zu hören.

Jeder Morgen begann mit Portugiesischunterricht in der deutschen Schule, anschließend wurde bei Ausflügen die Umgebung erkundet. Das Spektrum reichte dabei von der Kolonialgeschichte (Forte Santa Cruz) bis zur Naturkunde mit Besuchen im Botanischen Garten oder im Weltnaturerbe des Tijuca Nationalparks, um dort den Regenwald der Mata Atlantica kennenzulernen, der eine extrem hohe Artenvielfalt besitzt. Zum Abschluss der fast dreiwöchigen Reise führte diese noch für einige Tage in den Bundesstaat Minas Gerais, wo neben zahlreichen Kolonialgebäuden auch die Savannenlandschaft des Cerrado erkundet werden konnte.

Es wurde auch sportlich: Kleine Wanderungen oder eine Drachenbootfahrt an der Küste hielten die jungen Reisenden in Bewegung und die berühmten Strände von Ipanema oder Copacabana wurden nach dem Tagesprogramm immer wieder gerne aufgesucht.

Mit 9.600 Kilometern Entfernung war dies mit Sicherheit die bislang weiteste Schülerreise in der Geschichte der Offenen Schule. Für die Jugendlichen bot sich eine einzigartige Gelegenheit, ihren Horizont zu erweitern, und auch die Gastgeber konnten profitieren, indem sie ihre Sprachkenntnisse mit Muttersprachlern weiter trainierten. In Rio „ist fast alles anders als bei uns“, stellten die hessischen Schüler fest, und sie haben nach der neunzehntägigen Reise eine Menge zu berichten.

Wie geht es weiter mit dem Brasilienaustausch?

 Für September 2026 erwarten wir wieder Gäste aus Rio de Janeiro - vorausgesetzt es finden sich ausreichend viele Gastfamilien. Angesprochen sind hier die aktuellen Jahrgänge 8 und 9 - weitere Info und Anmeldeformulare gibt es bei den Klassenlehrern oder bei Andreas Murmann (via Teams).

PS: Ein optionaler Gegenbesuch in Brasilien ist dann für den Frühsommer 2027 geplant. Ein paar Eindrücke dazu finden sich in den folgenden Posts.

 

Throwback September - ein Jahr Brasilienaustausch

Babenhausen - Rio de Janeiro: ein außergewöhnlicher Schüleraustausch

Schulpartnerschaften und Schüleraustausch haben an der Offenen Schule eine lange Tradition. Im Rahmen verschiedener von der Europäischen Kommission geförderter Projekte nimmt und nahm die Joachim-Schumann-Schule seit 1997 an zahlreichen Projekten teil, die heute unter dem Label Erasmus+ zusammengefasst sind - immer mit dem Fokus auf Europa.

Als Claudia Skworzow 2023 als Lehrerin von Babenhausen an die Deutsche Schule in der brasilianischen Metropole nach Rio de Janeiro (Escola Alemã Corcovado) wechselte, nahm sie dieses Wissen mit und knüpfte schnell Kontakte zwischen der dortigen Organisatorin des jährlichen Deutschlandaustausches und Andreas Murmann als Projektkoordinator der Offenen Schule. Schnell war klar, dass Babenhausen eine der Reisegruppen aufnehmen würde und so konnten im September 2024 erstmals 19 Schülerinnen und Schüler aus Brasilien in Babenhausen begrüßt werden. Ein Gegenbesuch der hessischen Gastgeber fand dann im Juni 2025 statt.

Die 1965 gegründete Privatschule hat rund 1.300 Schüler vom Kindergarten bis zum Abitur, die meisten davon Brasilianer. Für die höheren Jahrgänge gibt es zwei unterschiedliche Züge - einen mit Deutsch als Fremdsprache und einigen bilingualen Fächern und einen zweiten mit Deutsch als Unterrichtssprache in allen Fächern und dem baden-württembergischen Abitur als zweitem Abschluss neben der brasilianischen Hochschulreife. Spätestens in der neunten Klasse muss die Entscheidung für einen der Zweige gefallen sein. Und so dient die Reise nach Deutschland für den gesamten Jahrgang als Orientierung für die zukünftige Richtung der schulischen Ausbildung. Die Reise ist in zwei Teile gegliedert. Eine Woche lang ging es um den Alltag in Schule und Familie - und hier war Babenhausen einer von vier Gastgebern. Danach ging es auf große Tour durch Deutschland: Köln, Berlin, Dresden, Nürnberg, München, die Zugspitze oder Freiburg waren nur einige der Ziele.

Das Wochenprogramm für Babenhausen hatten die Erasmus-Projektgruppen von Heike Vogel und Andreas Murmann zusammengestellt.