Freitag, 8. November 2024

Die Reichspogromnacht in Babenhausen - 9. Nov. 1938

Das ist die Nacht wo die Auseinandersetzungen zwischen Juden und Nazis ausgeartet sind. In der Nacht wurden Synagogen angezündet, Häuser und Geschäfte von Juden zerstört und Juden verprügelt. Dieses Attentat wurde schonlange geplant. Nur brauchte man einen Grund dies umzusetzen. Diesen Grund lieferte der 17-Jährige Jude „Herschel“, in Frankreich, am 7 November 1938, nachdem er eine Postkarte von seiner Schwester erhielt, in der sie ihm beschrieb, wie die schreckliche Lebenslage in dem Konzentrationslager aussieht, wo hin sie und seine Familie entführt wurden. Daraufhin schoss der Jude „Herschel“ in seiner Wut auf den unschuldigen Deutschen Botschafter „Vom Rath“. Als zwei Tage später in Hanau die Nachricht seines Todes einging wurden noch in der Nacht die Zerstörungsbefehle an die SA-Gruppenführer weitergegeben. In derselben Nacht kam die SA-Gruppe aus Dudenhofen nach Babenhausen und führten den Befehl aus. Dieser Befehl lautete:  

„Auf Befehl des Gruppenführers sind sofort innerhalb der Brigade sämtliche Synagogen zu sprengen oder in Brand zu setzen. Nebenhäuser die von der Deutschen Bevölkerung bewohnt werden, dürfen nicht beschädigt werden. (…)“  Einer der Männer der SA-Gruppe brachte seinen 10-Jährigen Sohn mit, dieser musste Schmiere stehen.   

Aus Babenhausen war „Wilhelm Mahla“ als Standartenführer für die Einsätze in Darmstadt und Landkreis Darmstadt verantwortlich. Der damalige Babenhäuser Bürgermeister „Fritz Klein“ schreibt in seiner Lebenserinnerung, dass er in der „Kristallnacht“ die Synagoge habe bewachen lassen, damit sie nicht in Brand gesteckt werde.  

Stand heute weiß man das diese Aussage eine Lüge ist da man in dieser Nacht noch keine Ahnung von dem genannten Geschehen hätte haben können.   

 

Sophie 

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