Passender hätte der Termin kaum sein können. Pünktlich zum
Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hatten Neuntklässler der Offenen Schule
Führungen zu Erinnerungsorten an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung
Babenhausens im Dritten Reich vorbereitet. Nachdem sie bereits im vergangenen
Jahr anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome Stationen des öffentlichen
Stadtrundgangs zu diesem Thema übernommen hatten, waren diesmal ihre Mitschüler
die Zielgruppe. An ausgewählten Stationen informierten die Jugendlichen der
Erasmus-Projektgruppe der Offenen Schule unter Leitung von Heike Vogel über
Einzelschicksale, aber auch über allgemeine Themen zur Judenverfolgung im
dritten Reich. Schon die Erarbeitung des Themas stieß bei den 14- bis
15-Jährigen auf großes Interesse. Im Anschluss an die Führungen besuchte die
Gruppe die Bildungsstätte Anne-Frank-Haus in Frankfurt.
Das Projekt, aus dem der Stadtrundgang hervorgegangen ist,
beschäftigt sich generell mit Fragen der Traditions- und Erinnerungspflege im
europäischen Kontext. Im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten
Erasmus-Projekts hatten einige Schüler bereits im Oktober die Gelegenheit, sich
in Portugal mit Schlüsselmomenten der dortigen Geschichte wie der
Nelkenrevolution zu beschäftigen, die das Gedächtnis Lissabons bis heute
prägen. Im März darf sich die Projektgruppe auf Gäste aus Irland und
Griechenland freuen. Dann wird das Thema von den Jugendlichen wieder
aufgegriffen, allerdings in englischer Sprache.
Dienstag, 28. Januar 2025
Schüler führen durch die Geschichte der Judenverfolgung in Babenhausen
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