Es war das dritte internationale Projekttreffen des aktuellen
Erasmus-Projekts der Offenen Schule Babenhausen. Nach gemeinsamen Arbeitswochen
in Thessaloniki und Lissabon war Mitte März die südhessische Kleinstadt an der
Reihe und konnte dreizehn Schüler aus Thessaloniki und der irischen
Partnerschule in Buncrana begrüßen. Das von der Europäischen Kommission
geförderte Projekt beschäftigt sich mit dem kulturellen Erbe der Partner unter
verschiedenen Aspekten. In Babenhausen stand der Umgang mit Relikten aus der
Vergangenheit im Vordergrund. Ein lokales Beispiel war die Umnutzung des
historischen Kasernengeländes in Babenhausen, das die Jugendlichen gemeinsam
mit dem Stadthistoriker Joachim Heizmann erkundeten. Projektkoordinator Andreas
Murmann erläuterte den Umgang mit Kriegsfolgen in der ‚neuen‘ Frankfurter
Altstadt. In die dunkle Zeit der deutschen Geschichte führten die Neuntklässler
aus Babenhausen ihre Gäste ein und erläuterten bei einem Rundgang die
Geschichte der Judenverfolgung im Dritten Reich. Diese hatte Heike Vogel mit
ihrer Gruppe erarbeitet und bereits für eine Aktionswoche des Jahrgangs zum
Holocaust-Gedenktag genutzt. Erstmals zum Einsatz kamen auch die von den
Erasmus-Projektgruppen entwickelten englischsprachigen Action Bounds. Mit der
passenden App können diese Stadtrallyes auch von interessierten Bürgern genutzt
werden. Anhand von Texten europäischer Denker erarbeiteten die Jugendlichen
Ideen zur gemeinsamen europäischen Identität und präsentierten die Ergebnisse
in einer Ausstellung, die das Frühlingskonzert der Offenen Schule begleitete.
Auch die Gäste hatten während der Woche intensiv geprobt und trugen mit
Darbietungen zum Konzert bei. Griechische Tänze, irische Lieder, irischer Tanz
und ein Tanzdrama um eine Piratenkönigin gehörten zum abwechslungsreichen
Programm.
Und auch die Zugabe der Iren hatte es in sich. Für die Choreographie zu einem Lied aus dem Musical „Legally blond“, das die Schülerinnen aus Buncrana im vergangenen Herbst einstudiert hatten, hatten die Gäste kurzerhand einige ihrer Gastgeber eingefangen. Bei der anschließenden Abschiedsfeier wurde noch einmal deutlich, wie eng die Bande zwischen den Schülern während einer solchen Begegnung innerhalb einer Woche geknüpft werden. Die Vorfreude auf das Abschlusstreffen in Irland wächst. Bereits im Mai werden sechs Schülerinnen der Offenen Schule nach Buncrana reisen.
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| Ein Ziel in der Woche - die "neue" Altstadt von Frankfurt - ein Weg mit Geschichte umzugehen und Vergangenes zu bewahren. |

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