Dienstag, 18. März 2025

Eine Woche Europa - Schüler aus Griechenland und Irland zu Besuch in der Offenen Schule


Es war das dritte internationale Projekttreffen des aktuellen Erasmus-Projekts der Offenen Schule Babenhausen. Nach gemeinsamen Arbeitswochen in Thessaloniki und Lissabon war Mitte März die südhessische Kleinstadt an der Reihe und konnte dreizehn Schüler aus Thessaloniki und der irischen Partnerschule in Buncrana begrüßen. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt beschäftigt sich mit dem kulturellen Erbe der Partner unter verschiedenen Aspekten. In Babenhausen stand der Umgang mit Relikten aus der Vergangenheit im Vordergrund. Ein lokales Beispiel war die Umnutzung des historischen Kasernengeländes in Babenhausen, das die Jugendlichen gemeinsam mit dem Stadthistoriker Joachim Heizmann erkundeten. Projektkoordinator Andreas Murmann erläuterte den Umgang mit Kriegsfolgen in der ‚neuen‘ Frankfurter Altstadt. In die dunkle Zeit der deutschen Geschichte führten die Neuntklässler aus Babenhausen ihre Gäste ein und erläuterten bei einem Rundgang die Geschichte der Judenverfolgung im Dritten Reich. Diese hatte Heike Vogel mit ihrer Gruppe erarbeitet und bereits für eine Aktionswoche des Jahrgangs zum Holocaust-Gedenktag genutzt. Erstmals zum Einsatz kamen auch die von den Erasmus-Projektgruppen entwickelten englischsprachigen Action Bounds. Mit der passenden App können diese Stadtrallyes auch von interessierten Bürgern genutzt werden. Anhand von Texten europäischer Denker erarbeiteten die Jugendlichen Ideen zur gemeinsamen europäischen Identität und präsentierten die Ergebnisse in einer Ausstellung, die das Frühlingskonzert der Offenen Schule begleitete. Auch die Gäste hatten während der Woche intensiv geprobt und trugen mit Darbietungen zum Konzert bei. Griechische Tänze, irische Lieder, irischer Tanz und ein Tanzdrama um eine Piratenkönigin gehörten zum abwechslungsreichen Programm.

Und auch die Zugabe der Iren hatte es in sich. Für die Choreographie zu einem Lied aus dem Musical „Legally blond“, das die Schülerinnen aus Buncrana im vergangenen Herbst einstudiert hatten, hatten die Gäste kurzerhand einige ihrer Gastgeber eingefangen. Bei der anschließenden Abschiedsfeier wurde noch einmal deutlich, wie eng die Bande zwischen den Schülern während einer solchen Begegnung innerhalb einer Woche geknüpft werden. Die Vorfreude auf das Abschlusstreffen in Irland wächst. Bereits im Mai werden sechs Schülerinnen der Offenen Schule nach Buncrana reisen.

Ein Ziel in der Woche - die "neue" Altstadt von Frankfurt - ein Weg mit Geschichte umzugehen und Vergangenes zu bewahren.

 

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