Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt. Die drei westlichen Zonen vereinigten sich zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) die östliche Zone wurde zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Berlin wurde in ähnlicher Weise in vier Zonen unterteilt.
Um die Abwanderung aus der DDR nach Westen zu stoppen wurde die innerdeutsche Grenze bereits ab 1952 befestigt und mit Sperranlagen versehen. Als Fluchtmöglichkeit blieb jedoch die Sektorengrenze in Berlin bestehen. Dies änderte sich am 13.8.1961. Dann begann der Bau der Berliner Mauer, der auch diesen Fluchtweg abschnitt. Noch im Juni sagte Walter Ulbricht als Staatsratsvorsitzende der DDR: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“. Zunächst gab es auch tatsächlich keine Mauer, sondern ein System aus Straßensperren und Stacheldraht, das erst später ausgebaut wurde in die heute bekannte mehrstufige Sperranlage. Auch unterirdisch wurde die Stadt genannt. S-Bahnen fuhren weiterhin unter dem Ostsektor, hielten aber nicht mehr an den dortigen Bahnhöfen die deshalb auch Geisterbahnhöfe genannt wurden. Vor allem sollte mit der Mauer die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte verhindert werden. Dieses Ziel konnte erreicht werden. Im Jahr 1961 waren vorher täglich 300 Menschen aus der DDR geflüchtet. Dramatische Fluchtgeschichten gibt es zur Mauer jedoch auch. Berühmt ist vor allem ein Fluchttunnel der Keller beiderseits der Mauer verband. Als im November die Mauer geöffnet wurde wurden große Teile abgerissen. Überreste der Maueranlage kann man im Mauermuseum an der Bernauer Straße besichtigen. Ein anderer Teil der Mauer ist heute eine Open-Air-Kunstausstellung – die berühmte East Side Gallery.

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