Nürnberg hat seine Lebkuchen, Aachen seine Printen, Dresden den Stollen und auch das Rhein-Main-Gebiet glänzt in der Weihnachtszeit mit einer regionalen Leckerei. Gemeint ist hier das Bethmännchen aus Frankfurt am Main.
Es wird aus einem Marzipanteig (aus gemahlenen Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser) gemacht. Daraus werden kleine Kugeln geformt, die mit jeweils drei halbierten Mandeln verziert, mit Eigelb glasiert und dann gebacken werden. Das Rezept ist eine Abwandlung der seit dem Mittelalter bekannten Frankfurter Brenten, einer seit dem Mittelter bekannten traditionelle Teegebäckspezialität aus Frankfurt am Main. Brenten werden dem gleichen Marzipanteig wie die heute beliebteren Bethmännchen hergestellt. Die verschiedenen Rezepte haben alle gemeinsam, dass auf Mehl weitgehend verzichtet wird und der Zucker durch Honig ersetzt wird.
Damit ähneln die Brenten dem Lebkuchengrundrezept. Der Teig wird in Form zu kleinen Plätzchen geformt, die beim Backen wie beim Spekulatius Motive auf die Brennten übertragen. Manche sind wie Bethmännchen mit Mandeln verziert. Heute gibt es Brenten nur noch in wenigen alteingesessenen Bäckereien Frankfurts. Und auch dort nur ab Oktober.
Benannt sind die Bethmännchen nach der Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann. Deren Küchenchef, der Pariser Konditor Jean Jacques Gautenier soll diese 1838 erfunden haben. Ursprünglich seien die Bethmännchen mit vier Mandelhälften bestückt gewesen, eine für jeden der vier Söhne von Simon Moritz von Bethmann (Moritz, Karl, Alexander und Heinrich). Nach dem Tode Heinrichs im Jahr 1845 sei fortan eine Mandelhälfte weggelassen worden.
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Nuremberg has its gingerbread, Aachen its Printen, Dresden its Stollen
and the Rhine-Main region also shines at Christmas time with a regional
delicacy. This is the Bethmännchen from Frankfurt am Main.
It is made from a marzipan dough (made from ground almonds,
powdered sugar and rose water). Small balls are formed from it, each decorated
with three halved almonds, glazed with egg yolk and then baked. The recipe is a
variation of the Frankfurter Brenten, a traditional tea biscuit specialty from
Frankfurt am Main that has been known since the Middle Ages. Brenten are made
from the same marzipan dough as today's more popular Bethmännchen. The various
recipes all have in common that flour is largely omitted and the sugar is
replaced by honey.
This makes the Brenten similar to the basic gingerbread recipe.
The dough is shaped into small cookies which, like speculoos, transfer motifs
onto the baked goods during baking. Some are decorated with almonds like
Bethmännchen. Today, Brenten are only available in a few long-established
bakeries in Frankfurt. And even there, only from October.
The Bethmännchen are named after the Frankfurt banking family Bethmann. Their chef, the Parisian confectioner Jean Jacques Gautenier, is said to have invented them in 1838. Originally, the Bethmännchen were made with four almond halves, one for each of Simon Moritz von Bethmann's four sons (Moritz, Karl, Alexander and Heinrich). After Heinrich's death in 1845, one almond half was omitted.

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