Mittwoch, 13. August 2025

August, 13th 1961 – Building the Berlin Wall

 

After the Second World War, Germany was divided into four occupation zones. The three western zones united to form the Federal Republic of Germany (FRG) and the eastern zone became the German Democratic Republic (GDR). Berlin was similarly divided into four zones.

Remains of the border fortification at Bernauer Street Memorial

In order to stop the exodus from the GDR to the West, the inner-German border was fortified and equipped with barriers as early as 1952. However, the sector border in Berlin remained as an escape route. This changed on August 13th, 1961, when the construction of the Berlin Wall began, which also cut off this escape route. In June, Walter Ulbricht, Chairman of the State Council of the GDR, still explained: “Nobody intends to build a wall”. Initially, there was in fact no wall, but a system of roadblocks and barbed wire, which was only later expanded into the multi-level barrier system we know later on. The city was also called underground. S-Bahn trains continued to run under the eastern sector, but no longer stopped at the stations there, which were therefore also called ghost stations. Above all, the Wall was intended to prevent the emigration of well-trained skilled workers. This goal was achieved. In 1961, 300 people a day had previously fled the GDR. However, there are also dramatic escape stories about the Wall. One of the most famous is an escape tunnel that connected cellars on both sides of the Wall. When the wall was opened in November 1989, large sections were demolished. Remains of the wall are preserved in a monument close to “Bernauer Straße” in Berlin. An other part of the wall has been turned into an open air art gallery  - the famous east side gallery.

13.8.1961 – Der Mauerbau

Nach dem zweiten Weltkrieg war Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt. Die drei westlichen Zonen vereinigten sich zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) die östliche Zone wurde zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Berlin wurde in ähnlicher Weise in vier Zonen unterteilt.

Um die Abwanderung aus der DDR nach Westen zu stoppen wurde die innerdeutsche Grenze bereits ab 1952 befestigt und mit Sperranlagen versehen. Als Fluchtmöglichkeit blieb jedoch die Sektorengrenze in Berlin bestehen. Dies änderte sich am 13.8.1961. Dann begann der Bau der Berliner Mauer, der auch diesen Fluchtweg abschnitt. Noch im Juni sagte Walter Ulbricht als Staatsratsvorsitzende der DDR: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.  Zunächst gab es auch tatsächlich keine Mauer, sondern ein System aus Straßensperren und Stacheldraht, das erst später ausgebaut wurde in die heute bekannte mehrstufige Sperranlage. Auch unterirdisch wurde die Stadt genannt. S-Bahnen fuhren weiterhin unter dem Ostsektor, hielten aber nicht mehr an den dortigen Bahnhöfen die deshalb auch Geisterbahnhöfe genannt wurden.  Vor allem sollte mit der Mauer die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte verhindert werden. Dieses Ziel konnte erreicht werden. Im Jahr 1961 waren vorher täglich 300 Menschen aus der DDR geflüchtet. Dramatische Fluchtgeschichten gibt es zur Mauer jedoch auch. Berühmt ist vor allem ein Fluchttunnel der Keller beiderseits der Mauer verband. Als im November die Mauer geöffnet wurde wurden große Teile abgerissen. Überreste der Maueranlage kann man im Mauermuseum an der Bernauer Straße besichtigen. Ein anderer Teil der Mauer ist heute eine Open-Air-Kunstausstellung – die berühmte East Side Gallery.

East Side gallery

Freitag, 8. August 2025

August, 8th 1650 – The Peace of Augsburg

 The Thirty Years' War (1618 - 1648) was a devastating European conflict between Catholics and Protestants, mainly in Germany, which later became a power struggle between various European states and ended with the Peace of Westphalia.

On August 8th, 1650, the Augsburg High Peace Festival was celebrated for the first time in Augsburg. This festival was introduced to celebrate the end of the religious oppression of Protestants in the city. During the Thirty Years' War and even before, the Catholic city authorities had severely discriminated against Protestant citizens. With the Peace of Westphalia in 1648, Protestants were once again granted religious freedom and equal rights.

Augsburg has a long history of conflict resolution between the denominations. In 1555, the Peace of Augsburg established the principle of cuius regio, eius religio, meaning that the prince decides which denomination his subjects belong to.

The long tradition for inclusion in the list of intangible heritage in Germany. Today, the eighth of August is a public holiday in the city of Augsburg.

08.08.1650 – Das Augsburger Friedensfest

 Der 30-jährige Krieg (1618–1648) war ein verheerender europäischer Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten hauptsächlich in Deutschland, der später vor allem zu einem Machtkampf zwischen verschiedenen europäischen Staaten wurde und mit dem Westfälischen Frieden endete.

Am 8 August 1650 wurde in Augsburg das Augsburger Hohe Friedensfest zum ersten Mal gefeiert. Dieses Fest wurde eingeführt, um das Ende der religiösen Unterdrückung der Protestanten in der Stadt zu feiern. Während des 30-Jährigen Krieges und auch schon davor hatten die katholischen Stadtoberen die protestantischen Bürger stark diskriminiert. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 wurde den Protestanten wieder Religionsfreiheit und Gleichberechtigung zugesichert.

Augsburg hat eine lange Geschichte der Konfliktbewältigung zw. den Konfessionen. So wird 1555 im Augsburger Religionsfrieden das Prinzip des cuius regio, eius religio festgelegt, dass der Fürst über die Konfessionszugehörigkeit seiner Untertanen entscheidet.

Die lange Tradition für zur Aufnahme in die Liste des immateriellen Erbes in Deutschland. Heute ist der achte August ein gesetzlicher Feiertag in der Stadt Augsburg.